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Nordkap 1992
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Kurzbeschreibung

Eine Reise von über 6000 km an den nördlichsten Punkt des europäischen Festlands.

Der Hinweg führte von München aus über Dänemark, Schweden und Norwegen hinauf ans Kap. Zurück durch das waldreiche Finnland über Helsinki und Stockholm heimwärts nach Bayern.

Gekennzeichnet war die Fahrt von fast ununterbrochenen Regenfällen. Nicht mal bei einem Bier konnte man den Frust vergessen, Alkohol ist in Skandinavien einfach zu teuer.

Dennoch erlebten mein Reisegefährte Oliver und ich unvergessene Momente in der wilden und zugleich romantischen Natur Schwedens, Norwegens sowie Finnlands. Bleibende Eindrücke hinterließ auch das Motorradtreffen des Fauske MC nördlich des Polarkreises.

Am meisten aber begeisterte uns jedesmal wieder die Freundlichkeit, Gelassenheit und Ruhe der Menschen im Norden.

Schon aufgrund der Weite und der niedrigen Bevölkerungsdichte sind die skandinavischen Länder einfach ideal zum Reisen.

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Reisebericht

Plan „A“ sah ganz anders aus, der sollte uns nach Russland führen. Ich machte damals einen Volkshochschulkurs in Russisch und der Lehrer nannte mir den Namen eines ehemaligen Schülers, Oliver, der ebenso fanatischer Motorradfahrer war, wie ich.

Die Behörden machten uns aber einen Strich durch die Rechnung. 1992 ein Touristenvisum für Russland zu bekommen, das war aussichtslos.

Daher Plan „B“ – das Nordkap. Wenn schon frieren, dann wenigstens mit Stil.

Es ist August und über Deutschland liegt seit Wochen ein Hochdruckgebiet. Selbst nachts fallen die Temperaturen nicht unter 20 Grad. Als ich mich am 2. August 1992 um ein Uhr in der Früh auf den Weg nach Norden mache, habe ich unter meiner Lederjacke nur ein T-Shirt.

Die Fahrt nach Norden ist so unterhaltsam, wie das Testbild im Fernsehen. Autobahn auf dem Motorrad ist ja schon ätzend. Das ganze aber auch noch bei Nacht, das grenzt an Masochismus. Tanken in Würzburg und Hannover, dann heißt das nächste Ziel Flensburg. Dort lege ich mich auf einem Rastplatz ein wenig hin. Ein paar Kilometer weiter, an der Dänischen Grenze will ich mich mittags mit Oliver treffen.

Der ist pünktlich auf die Minute, hat sich in Kiel noch ein paar Sachen angesehen, darunter ein U-Boot der Bundesmarine.

Bis kurz vor Göteborg kommen wir und finden einen hervorragenden „wilden“ Zeltplatz. In Skandinavien gilt das „Jedermannsrecht“. Das heißt jeder kann, wo immer er möchte, sein Zelt aufschlagen, vorausgesetzt, er verlässt den Platz in seinem ursprünglichen Zustand.

Der Abend ist mild, die Mücken fliegen in Formation und wir genießen die Ruhe, bis es um sieben anfängt zu regnen. Und dieser Regen sollte uns die nächsten drei Wochen erhalten bleiben.

Kommenden Tages setzen wir mit der Fähre über nach Schweden. Überraschend wenig Fahrzeuge befinden sich auf dem kleinen Deck.

Wieder schlagen wir unser Zelt mitten in der Natur auf, diesmal an einem See.

Kein Mensch weit und breit. Das Gras wiegt sich im Wind, Wolken ziehen in rasender Geschwindigkeit über den Himmel und wir sehen dem Schauspiel gebannt zu.

Ab Mittag des Folgetages regnet es praktisch aus Eimern. Cleverer Weise sind wir auf dem Weg nach Bergen, Europas regenreichster Stadt. Warum sollte die Statistik unseretwegen eine Ausnahme machen. Die Idee lautet eine „Hytter“ zu mieten, um endlich diese ganzen nassen Klamotten einmal trocknen zu können. 300 Kronen, etwa 90 Mark wollen die Spaßvögel jedoch von uns. So weit sind wir noch nicht und schlagen unser Nachtquartier in einem alten Schuppen auf. Der Boden im Inneren etwa einen Meter mit Stroh bedeckt, die gesamte Bude sieht so aus, dass ein gegen die Wand gelehnter Rechen das Ganze zum Einsturz bringt – aber es ist trocken. Wir hängen unsere Regenkombis und das nasse Zelt zum Trocknen auf und verkrümeln uns nach einem feudalen Abendessen aus Dosenfisch und Weißbrot in die Schlafsäcke. Entgegen aller Befürchtungen bleibt nicht nur das Dach, wo es hingehört, sondern wir schlafen auch noch ganz ausgezeichnet. Die Regenfälle am kommenden Tag sehen wir daher eher sportlich.

Das ist auch dringend notwendig, überqueren wir doch heute das Sognefjell mit 1500 Metern Höhe so was, wie eine Passtrasse. Bevor wir jedoch über die E16 diese frostige Herausforderung annehmen, steht uns noch ein bauliches Highlight bevor, die Stabkirche von Borgund. Der Begriff „Stabkirche“ leitet sich von der besonderen Bauart der Seitenwände ab. Hierbei stehen die Holzbalken senkrecht im Boden und liegen nicht übereinander, wie sonst üblich. Die Stabkirche von Borgund ist nicht nur die wohl bekannteste und schönste Stabkirche Norwegens, sondern auch die am besten erhaltene des Landes.

Diesen Abend gönnen wir uns vollkommen durchgefroren endlich eine „Kabine“, duschen, trocknen die Ausrüstung, kochen Tee und genießen die Wärme in dem kleinen Raum.

Diese „Kabinen“ oder „Hytter“ sind absolut genial. Auf Campingplatzen stellen sie die skandinavische Antwort auf Wohncontainer dar. Kleine Holzhäuser, vollständig eingerichtet mit Betten, Tisch, Stühlen, teilweise Küchen, strahlen sie durch ihre Bauweise eine einzigartige Atmosphäre der Ruhe und Behaglichkeit aus.

Nur noch 14 Kilometer sind es nach Trondheim, Norwegens drittgrößter Stadt. Hier befindet sich der Nidarosdom, Norwegens geistiges Zentrum, in dem alle Krönungszeremonien stattfinden und direkt daneben der Palast des Erzbischofs.
Wir stellen die Motorräder ab, schlendern an den Speicherhäuser am Nidelv vorbei, über die Gamle Bybrua, eine reich verzierte Holzbrücke und dürfen dann auch schon wieder unsere Regenkombis anziehen, denn wir wollen weiter nach Narvik.

Narvik ist mir noch aus den Büchern über die deutsche Besatzung im 2. Weltkrieg in Erinnerung und so verbinde ich mit dieser Stadt meine ganz eigenen Vorstellungen.

Was immer wieder absolut beeindruckend ist, sind die Entfernungen hier in Skandinavien. Schweden, Norwegen und Finnland sind extrem dünn besiedelt, was diesen Eindruck noch verstärkt. Als wir Trondheim verlassen, steht auch dort am Ortsausgang das übliche Schild, die eine Stadt durchgestrichen, die nächste mit Entfernungsangabe darunter. Und das ist Narvik – 700 km.

Einen der schönsten Plätze zum Übernachten finden wir heute. Die Straße folgt einem Fluss durch ein wunderschönes Tal. Links und rechts an den Hängen befindet sich Mischwald in seinen schönsten Farben. Am Ufer des Flusses stehen in regelmäßigen Abständen kleine Unterstände, an den Seiten und nach vorne in Richtung des Wassers offen. Im Inneren Holzbänke und eine Feuerstelle. Sogar Feuerholz liegt fix und fertig geschlagen daneben.

Hier bleiben wir, ziehen die nassen Klamotten aus und hängen sie in die Nähe des Feuers, das schon bald prasselnd brennt, über einen Balken.

Wir sitzen auf den Bänken, lassen es uns schmecken und reden kaum ein Wort. Der Blick ist einfach zu gewaltig.

Zwei Dinge ändern sich deutlich. Die Temperaturen, gerade nachts gehen nun schon ziemlich nach unten und die Tage werden spürbar länger, mit jedem Meter, den wir weiter nach Norden kommen.

Kurz hinter Mo I Rana ist das erste Ziel erreicht – der Polarkreis. Touristisch wird diese geographische Position in einem großen, einem Iglu nachempfundenen, Gebäude vermarktet.

Die Polarkreise befinden sich auf 66°34′ nördlicher sowie südlicher Breite. Dies sind die Breitenkreise, auf denen die Sonne an den Tagen der Sonnenwende gerade nicht mehr untergeht bzw. nicht mehr aufgeht.

Beim Tanken entdecken wir ein Schild, das für heute ein Motorradtreffen des „Fauske MC“ hier in der Nähe anzeigt. Der Tankwart beschreibt uns den Weg und schon bald befinden wir uns an einem Ufer auf einer Wiese, wo uns ein paar norwegische Biker mit Kutten entsprechend einweisen. In fünf Minuten steht das Zelt, wir schmeißen unsere Schlafsäcke und Isomatten hinein, dann begeben wir uns auf Erkundungstour.

Die Kennzeichen der bereits anwesenden Biker sind natürlich großteils skandinavisch aber auch einige Deutsche sind darunter. Der Konsum von Bier auf derlei Zusammenkünften ist in der Regel durchaus beachtlich. Mich interessiert, wie die Norweger das bei diesen Preisen, wo man für eine Dose im Supermarkt schon 4 Mark hinlegt, wohl handhaben werden. Es ist erst Nachmittag und mir steht der Geschmack eher auf einen heißen Kaffee, so mache ich mich auf zur Theke im Festzelt. Und dabei wird mir auch sofort die Lösung für das „Alkoholproblem“ geliefert. In großen Kanistern befindet sich selbstgebrannter Schnaps, der in das einzig bezahlbare Getränk – Kaffee – geschüttet wird.

Der Geschmack und vor allem die Wirkung sind beeindruckend. Jetzt weiß ich, wieso die Skandinavier andernorts als durchaus trinkfest gelten.

Die abendliche Party ist ein voller Erfolg. Oben auf der Bühne stehen vier Mann und spielen so ziemlich das beste an Blues und Rock, was Steppenwolf, ZZ Top und Lynyrd Skynyrd zu Papier gebracht haben. Und weil wir uns in Norwegen befinden, spielen sie das in Wintermänteln mit Hornknöpfen und in Holzschuhen, in denen die Füße eingepackt in dicke Wollsocken stecken. Die Krönung: Nachdem Altötting 70 Kilometer weiter von Fauske entfernt ist, als München, gewinnt Oliver noch den Pokal für die weiteste Anfahrt.

Rückblickend kann ich sagen, eine der besten Partys, auf der ich je war.

Auf dem Fest haben wir Reiner aus Ludwigsburg getroffen, der mit seiner Harley Fat Bob auch ans

Nordkap möchte. Er war zusammen mit einem jüngeren Typen unterwegs, der vergessen hatte, Öl in den Motor seiner XT zu schütten. Auch technischen Laien dürfte klar sein, warum Reiner seit einiger Zeit alleine unterwegs war. Wir luden ihn ein, doch mit uns zu fahren und waren fortan zu dritt.

Dass es „nach Sonnenuntergang“ jetzt schon sehr kalt ist, kann man nicht sagen, die Sonne geht nicht mehr unter. Richtiger ist, es ist die ganze Zeit recht frisch. Vor dem Zelt sitzen und reden geht nur noch dick eingepackt in Pullis und nah am Lagerfeuer.

Finden wir keinen geeigneten Zeltplatz, fahren wir einfach noch ein paar Kilometer. Daraus werden dann schnell 40, 50 oder 100. Das Gefühl für Zeit geht vollkommen verloren, in einer Welt, in der es immer hell ist.

Nach 10 Tagen haben wir es erreicht, das Nordkap. Es befindet sich auf einer Halbinsel. Immer karger wird die Vegetation, es wachsen fast nur noch Moos, Flechten, maximal kleine Kiefern. Die letzten Meter sind nicht asphaltiert, jedoch auch mit Straßenmotorrädern vollkommen problemlos zu befahren. Dann stehen wir vor einem Tor. 30 Mark Eintritt! Wie bitte?! Tja, das Nordkap gehört der skandinavischen Fluggesellschaft SAS und die möchte für den Zutritt gerne einen Obolus – so läuft das.

So schlecht das Wetter auch bisher gewesen sein mag, so viel Glück haben wir jetzt. Häufig ist das Kap vollständig in Nebel gehüllt, heute nicht. Wir haben klare Sicht auf das Nordmeer vor uns, wandern auf eine vorgelagerte Spitze seitlich des Nordkaps und machen von dort einige Fotos vom Kap selbst.
Inmitten der Steinwüste schlagen wir unsere Zelte auf. In einiger Entfernung sehen wir die ganzen Wohnmobile, denen wir unterwegs begegnet sind, alle in einer Reihe, wie im Autokino, mit Blick auf die Leinwand - nach Norden.

Den Rückweg treten wir über Finnland an, das Land der 100.000 Seen. Das können wir bestätigen. Wald – See – Wald – See – Wald... es schifft aus Eimern, wieder einmal. Seit 2 Monaten erzählt man uns, regnet es hier ununterbrochen, im Süden Finnlands und in Schweden habe es 27 Grad. Wir überholen zwei Biker auf Harleys, nur in Lederklamotten und mit Halbschalenhelm. Die müssen sich doch den Hintern abfrieren bei diesem Wetter.

Zu dritt steht angesichts der Temperaturen und des Dauerregens eine Hytter auf dem Programm. Ich freue mich auf eine warme Dusche und denke dann, ich sehe nicht recht, als ich fix und fertig in der Duschkabine stehe und eine Münze für das warme Wasser einschmeißen muss. Jetzt ist es mir auch schon schnurze. Wieder anziehen, zum Eingang latschen und eine Münze holen, dazu hab ich jetzt echt keine Lust. Vermutlich dusche ich die kürzeste Zeit seither, bin wenigstens annähernd sauber und wärme mich anschließend bei einem Tee, den wir in der Hütte kochen.

Jetzt wollen wir so schnell es geht nach Süden. 5 Grad zeigt ein Thermometer am Straßenrand. Dazu Regen, Regen, Regen. Das Wasser links und rechts der Strasse reicht fast bis auf die Fahrbahn. Gegen Mittag reißt es endlich auf, wird wärmer und endlich können wir diese wunderschöne Natur auch genießen.

In Kemi trinken wir noch einen letzten gemeinsamen Kaffee, dann verabschiedet Reiner sich von uns. Er will Richtung Schweden, wir weiter nach Südosten zur Finnischen Seenplatte. Was es im Vergleich zur bisherigen Anzahl an Seen da wohl noch zu toppen gibt, darauf bin ich echt neugierig.

In Deutschland haben wir vom russischen Konsulat eine Abfuhr erhalten, als wir um ein Touristenvisum nachgefragt hatten. Jetzt in Finnland, nur wenige Kilometer von der russischen Grenze entfern, wollen wir es wenigstens noch mal versuchen. Leider keine Chance, ohne „Einladung“ sind wir jenseits des ehemaligen „eisernen Vorhangs“ nach wie vor nicht erwünscht.

Zwei Tage sind wir unterwegs nach Helsinki, schlafen einmal mehr in einer Scheune und wieder in einem Unterstand an einem See.

Von hier nehmen wir die Fähre hinüber nach Stockholm. Die Größe der Schiffe beeindruckt und massiv. Von nahezu jedem Punkt der Stadt kann man das oberste Deck mit den Aufbauten noch gut erkennen. Mittelmeerfähren wirken gegen diese Monster, wie Beiboote.

Auf dem Schiff kommen wir mit zwei Italienern ins Gespräch. Die beiden sind mit zwei 1100er Kawas unterwegs und haben etliche Kronen für Strafzettel bezahlt.

Im Duty Free versorgen wir uns mit einem – endlich bezahlbaren – Sixpack und erreichen am nächsten Morgen Stockholm in Schweden.

1956 fand ein Wrackforscher – Anders Franzen – ein zu 95% erhaltenes Holzschiff aus dem 17. Jahrhundert. Die 1628 erbaute Vasa. Der Fund ist deswegen so beeindruckend, da Holzschiffe im Salzwasser vom Schiffsbohrwurm regelrecht aufgefressen werden. Dieser lebt aber nicht im Brackwasser der Ostsee, in dem dieses wirklich gigantische Schiff nahezu unversehrt gefunden wurde.

Zwischenzeitlich stehet es konserviert in einem vollständig klimatisierten Museum in Stockholm, dem „Vasamuseet“.

Oliver war vor Jahren irgendwie an eine schwedische Brieffreundin geraten. Diese wohnte in Västerbo und hört auf den Namen „Anderson“.

Die Andersons sind in Schweden ungefähr so häufig anzutreffen, wie die Müllers bei uns. Die Suche nach dieser Brieffreundin glich, trotz genauer Adresse, daher einem Detektivspiel. Eine der „falschen“ Andersons lud uns jedoch sogar zu einem Kaffee ein und versuchte derweil über das Telefonbuch und sogar das Einwohnermeldeamt den genauen Aufenthaltsort zu bestimmen. Und prompt hatten sie bei den Behörden auch Glück. Während Oliver sich also mit seiner Brieffreundin unterhielt, trank ich noch eine Tasse Kaffee bei den freundlichen Gastgebern, dann ging es weiter.

Auf dem Schiff von Göteborg nach Frederikshavn in Dänemark treffen wir einen weiteren Biker, Uli. BWL-Student aus Calw und drei Wochen in Südschweden mit seiner Kawasaki Tengai unterwegs. In den drei Wochen hatte er nicht einen Tropfen Regen. Uns ist das zwischenzeitlich egal. Wir waren am Nordkap, sind tausende von Kilometern durch Pisswetter gefahren, aber waren schließlich dort. Ärgerlich war es weniger wegen dieser leidigen Regenkombi, in der man steckt und darin aussieht, wie ein Kanalarbeiter, oder der nassen Strassen, schade war es, weil man durch diese Regenschleier und das halb offene, verschmierte Visier so wenig von der Landschaft sehen konnte.

Zu dritt suchen wir uns nochmals einen wilden Zeltplatz. Am kommenden Morgen mache ich mich auf den direkten Heimweg nach München. Oliver hat noch ein paar Tage Urlaub und möchte sich eher gemütlich nach Süddeutschland treiben lassen, ich wähle die Autobahn.

Knapp 1400 Kilometer später passiere ich nachts um halb zwölf den Stadtrand von München. Mir tut so ziemlich alles weh. Schultern, Hände und vor allem der Allerwerteste. Als ich dann tatsächlich wegen Asphaltierungsarbeiten auf dem Mittleren Ring im Stau stehe, habe ich die Schnauze voll, drehe am Gas, nehme den Bordstein und fahre auf dem Radweg an der Schlange vorbei. Zu Hause hebe ich nur noch die BMW auf den Hauptständer und falle ins Bett.

Als ich am kommenden Tag dann das ganze Gepäck abbaue, das Zelt, Schlafsack und den Rest der Ausrüstung zum Lüften aufhänge, „juckt“ es aber schon wieder. Doch wenn man gerade vom nördlichsten Punkt des europäischen Festlandes kommt, was für einen Reiz hat dann eine kleine Spritztour?

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